Donnerstag, 26. Mai 2016

Podosohlen und die Podo-Orthesiologie

Dieser Blog soll helfen die Idee der Podo-Orthesiologie, bzw. der Podo-Postural-Therapie verständlicher zu machen. Dargestellt werden u.a. die Entstehung der Therapie, die neurophysiologischen Zusammenhänge und die vielseitigen Einflüsse der Füße und deren Fußfehlstellungen auf die Körperstatik und somit auf die körperliche Harmonie des Menschen.



1.Die Entstehung der Podo-Orthesiologie
Ihren Anfang nahm die Podo-Orthesiologie in den siebziger Jahren in Paris durch den Neurologen Prof. Rene Bourdiol, der die neurophysiologische Basis der Podo- Orthesiologie entwickelte. Prof. Karel Breukhoven aus Rotterdamm, ein Schüler Bourdiols, erarbeite auf seinen Grundlagen die praktische Umsetzung in eine Therapie und erweiterte sie. Er gilt somit als großer Initiator dieser Therapie in Holland. Gemeinsam mit Don Visbeen, der die Podo-Orthesiologie etwas modifizierte und die Podo-Kinesiologie entwickelte, entstand dann die Podo-Posturale Therapie, die nicht nur die neurophysiologische Behandlung der Füße umfasste, sondern die statische Behandlung des Bewegungsapparates mit einbezieht. Einer der wichtigsten Vertreter der Podo-Posturalen-Therapie ist die Federation of Propiozeptive and Biomechanical Therapy (I.F.P.B.),ein Verband der die Belange der Therapie europaweit koordiniert und ständig erweitert.
1986 lernte Prof. Karel Breukhooven in Uelsen Wolfgang P. Schallmey kennen, Therapeut für Osteopathie und Chiropraktik, später Referent für auf internationalen Kongressen und der erste Lehrbeauftragte der Podo-Orthesiologie nach Breukhooven in Deutschland. Schallmey entdecke in der Podo-Orthesiologie eine Therapie, die die Behandlung von chronisch-rezidivierenden Erkrankungen des Bewegegungsapparates einen großen Schritt voranbringen könnte. Gemeinsam mit Ina ter Harmsel als Dozentin, Physiotherapeutin und Orthomulekulartherapeutin aus den Niederlanden, startete er 1990 den ersten Podo- Kurs am Lehrinstitut für Podo- Orthesiolgie in Deutschland
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2.Rückenschmerzen aufgrund von Plattfüßen?

Muskuläre Dysbalancen und Fehlhaltungen aufgrund von Fußfehlstellungen
In unserem Bewegungsapparat kommen funktionell zwei unterschiedliche quergestreifte Muskelarten vor. Zum einen posturale tonische (statische), langsam reagierende Muskeln, die überwiegend statische, d.h. Haltefunktionen haben. Zum anderen dynmamische, schnell reagierende Muskeln, die für differenzierte Alltagsbewegungen benötigt werden. Während bei den tonischen Muskeln Länge und Spannung der Muskulatur möglichst konstant gehalten wird, ist bei den dynamischen Muskeln eine schnelle Veränderung von Muskellänge- und Kraft, je nach Anforderung, möglich. Alle Muskeln des Körpers haben sowohl eine statische als auch eine dynamische Komponente. Die statischen, roten Muskeln haben eine bessere Blutversorgung, neigen zu Verkürzung und Kontraktur, sind weniger ermüdbar, außerdem atrophieren (=abschwächen) sie langsamer als die dynamischen Muskeln.
Entwickelt der Mensch aufgrund von Fehlbelastungen der Füße Fußfehlstellungen, kommt es -wie weiter unten am Beispiel eines Knick- Senk- Spreizfusses beschrieben- zu einer Veränderung der Beinachse. Das kann gravierende Folgen für folgen Gesamtsstatik haben (siehe Punkt 8).
Im Hinblick auf die Unterscheidung zwischen dynamischer und statischer Muskulatur wird verständlich, dass bei Fehlhaltungen/statischen Abweichungen die posturale (rote) Muskulatur alleine den Menschen nicht vor dem Umfallen bewahren kann. Das Innenohr meldet an das entsprechende Zentrum im Cortex des Gehirns (Großhirnrinde) eine Verlagerung der Schwerpunktachse und es kommt zu einer bewussten, anstatt einer nicht sichtbaren unbewussten Haltungskorrektur. Es muss nun die oberflächliche, dynamische
Willkürmuskulatur zusätzliche Halteaufgaben verrichten. Da diese für statische Aufgaben nicht vorgesehen ist, wird nun verständlich, warum dies auf Dauer zu Myogelosen (Verhärtungen in der Muskulatur) und schmerzhaften Verspannungen führt.


3. Die langfristigen Folgen einer muskulären Dysbalance

Durch diese unphysiologische Spannung wird zwangläufig die Durchblutung des Muskels herabgesetzt, was zu einer hypotrophen Stoffwechsellage führt. Somit können Stoffelwechselendprodukte wie z.B. Säuren nicht adäquat abtransportiert werden, was zu einer latenten Entzündung des betroffenen Gewebes führt. So werden aus anfänglichen Myogelosen immer festere, derbere Strukturen, die immer stärker die Funktion beeinträchtigen.
Muskuläre Dysbalancen entstehen insbesondere dadurch, daß die verkürzte posturale (statische) Muskulatur auf Spinalebene (Rückenmarksebene) die dynamischen Antagonisten hemmt, d.h. abschwächt, wodurch eine Gelenkfehlstellung entstehen kann, die wiederum durch Rückkopplung ans Gehirn die muskuläre Dysbalance verstärkt und somit einen Circulus vitiosus in Gang setzt. Zusätzlich werden vermehrt Synergisten (Mitbeweger, Unterstützt den Hauptbeweger) für den abgeschwächten Muskel eingesetzt, was das fehlerhafte Muster noch verstärkt. Gelenkfehlstellungen von wenigen Graden aktivieren die tonische (statische) Muskulatur zur Verkürzung und schwächen die antagonistische Muskelgruppe ab. Die dadurch entstehende Inkongruenz der beteiligten Gelenkpartner, die sich zusätzlich einer erhöhten Kompression, bzw. Traktion ausgesetzt sind, kann zu weiteren Funktionseinschränkung und degenerativen Veränderungen führen (Arthose).



4. Die Auswirkungen muskulärer Dysbalancen auf die Harmonie des Körpers

Da die Haltung hauptsächlich vom ZNS (zentrales Nervensystem, Gehirn), genauer gesagt vom extrapyramidalen System (übernimmt die unwillkürliche Feinjustierung der Körperhaltung) gesteuert wird, läuft sie- wie oben erwähnt- überwiegend unbewusst ab. Sie nimmt großen Einfluss auf die Dynamik, Bewegungsfähigkeit und Stabilität, und somit auf die Gesamtharmonie des Menschen.
Die Haltung wird aus Sicht Podo-Orthesiologie insbesondere durch die Statik des Fußes beeinflusst. Statische Fußveränderungen haben also Dysfunktionen bzw. Dysbalancen der Muskulatur zur Folge. Der Mensch gerät aus seinem Gleichgewicht. Die Veränderung in der Muskelspannung, z.B. bei einem hypertonus der Muskulatur (erhöhte Muskelspannung) führt über eine neurologische Rückkopplung verschiedener Rezeptoren in der Muskulatur, Sehnen und Bindegewebe (hypertone Muskeln stellen die Alarmreaktion der Kampf- und Fluchtbereitschaft dar) mit dem ZNS/Gehirn zu einer erhöhten Ausschüttung von Adrenalin und damit im Allgemeinen zu einer gesteigerten Hypertonizität. So können Bluthochdruck, Neigung zu Agressionen, Unruhe, schnelle Ermüdbarkeit, erhöhte Allergiebereitschaft usw. können die Folge sein. Über das limbische System im ZNS nimmt die Körperhaltung, bzw. die Muskulatur Einfluss auf unser psychisches und emotionales Empfinden (Z.B. depressive Verstimmung, Agression) somit also auch auf das Hormon- und Nervensystem.
Eine Wechselwirkung zwischen Emotion und unwillkürlichem Muskeltonus (z.B.Angstzustand) lässt sich über den engen Zusammenhang zwischen limbischem- und extrapyramidalen Systemen erklären, nämlich dem Hypothalumus, bzw. den Formatio reticulais, eine Struktur im Gerhirn, die die Koordination und Regulation der langsamen Bewegung und des Muskeltonus übernimmt. Auch andere Funktionen wie die Atmung und das autonome Nervensystem werden (mit)gesteuert. Die muskuläre Situation informiert und beeinflusst also ein umfangreiches und komplexes System. Vermutlich können so auch verschiedene psychotische Störungen zu einer Veränderung des Muskeltonus führen und so zu Abweichungen in der Körperstatik führen.


5. Das Podo-Orthesiologische Prinzip.

Podo= der Fuss
Orthesiologie= etwas ins Gleichgewicht bringen

Die Podo-orthesiologie unterstützt den Patienten mit individuell angepassten Einlegesohlen, seine eigene optimale Haltung (wieder-) zufinden. Sie unterstützt dabei die posturale Kontrolle, also das Vermögen des Körpers, unter dem Einfluss der Schwerkraft eine aufrechte Körperposition beizubehalten. Zunutze macht sie sich dabei die Funktion der Propriozeptoren des Körpers. Durch sie gelangen Informationen über Muskelspannung, Muskellänge, Gelenkstellung, Bewegung usw. zum Kleinhirn und zum Cortex, wo diese unbewusst verarbeitet werden.
Zu den Propriozeptoren zählen die Muskelspindel, das Golgi- Sehnenorgan, das Ruffini- und das Vater-Pacini-Körperchen, um nur einige zu nennen.
Das Golgi-Sehenorgan befindet sich –der Name sagt es schon- in den Sehnen der Muskulatur. Dieser Rezeptor reagiert auf Dehnungsreiz, und schützt so den Muskel vor zu großer Dehnung, wie sie z.B. durch zu große Muskelkraft und Vergrößerung des Abstandes zwischen Ansatz und Ursprung entsteht.
Die Muskelspindeln sind für die Messung der Muskellänge und der Veränderungsgeschwindigkeit der Muskellänge verantwortlich. Sie finden sich besonders zahlreich in der Muskulatur der Extremitäten, vor allem in den kleinen Muskeln der Hände und Füße.
Da statische Muskelfunktion sehr viel feiner abgestimmt werden muss als die dynamische, finden wir hier umso mehr Muskelspindeln als in der dynamischen Muskulatur. Je feiner also die Wirkung eines Muskels ist, desto mehr Muskelspindeln enthält er.

Die Propriozeptoren in der Podo-Orthesiologie
Die Podo-Orthesiologie nutzt die physiologische Funktion der Muskelspindel und des Golgi-Sehnenapparates der statischen Muskulatur des Fußes durch gezielte Reize über propriozeptive Einlegesohlen. Hypotone (schwache) Muskeln in den Füßen lassen durch Stimulation der Muskelspindeln tonisieren, Hypertone (angespannte) Muskeln lassen sich durch den Sehnensensor (Golgizelle) entspannen.
Diese Informationen werden im Rückenmark, bzw. ZNS verarbeitet und entziehen sich unserem Bewusstsein. Je andauernder ein Reiz besteht, desto effizienter stellt man die Muskelspannung im Fuß neu ein, und somit die ganze Muskelkette hoch bis in die Kopfgelenke. Das Gleichgewicht der Muskulatur und somit des ganzen Menschen wird damit unterstützt.



6. Der Rückfall in alte Bewegungsmuster

Die Informationen, die durch diese und andere Rezeptoren an das ZNS weitergeleitet werden, werden auf Dauer im Laufe unseres Lebens als umfangreiches Repertoire an Haltungs- bzw. Bewegungsmustern im Rückenmark gespeichert. Ständig ruft das Gehirn entsprechend der Notwendigkeit im Hirnnstamm und Rückenmark vorprogrammierte Bewegungsmuster ab. Ergänzt wird jede hervorgerufene Bewegung im Sinne der Feinabstimmung noch durch die ständige Rückkopplung aus den beteiligten Muskeln, Sehnen und Gelenken.
Was passiert aber, wenn diese Informationen nur noch unzureichend oder Kauderwelsch sind? Eine ganze Reihe von körperlichen Störungen wie degenerative Veränderungen, Weichteilveränderungen, muskuläre Dysbalancen (Myogelosen) mit einhergehender Verkürzung und Atrophie (Fußmuskeln!), können für Chaos sorgen. Erhält das Gehirn z.B. aus der Fussmuskulatur nur noch unzureichende Informationen, weil z.B. aufgrund eines Plattfuss (Knick-Spreiz-Senkfuss) sich die Muskulatur zurückgebildet hat, dann werden vom Rückenmark normale Vorgänge unterbrochen, der Status quo auf Basis der programmierten Bewegungs- und Haltungsmuster auf Rückenmarksebene wird beibehalten.
Genau hier setzt die Podo-Orthesiologie an.



7. Die Podo-Orthesiologie als ergänzende Therapie zu manulmedizinischen Verfahren wie 

Osteopathie und Chiropraktik und manueller Therapie
Gerade die Osteopathie hat es sich zur Aufgabe gemacht auf Grundlage verschiedener Prinzipien und Behandlungsmethoden, oben beschriebene Muster zu durchbrechen und den Menschen durch Anregung der Homöostase (Selbstregulation, Selbstheilungskräfte) wieder in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen. Trotz Anamnese, Inspektion und anschließender gründlicher Behandlung muss häufig festgestellt werden, dass bestimmte Fehlstellungen im Iliosacralgelenk (ISG-Kreuzbein-Darmbeingelenk) immer wieder auftreten. Die Behandlung verläuft erfolgreich- für den Moment zumindest- doch stereotype Haltungs- und Bewegungsmuster sorgen z.T. für rezidivierende Beschwerden.
Mit dem Einsatz von propiozeptiven Einlagen kann der Behandlungserfolg für einen Teil der Patienten verbessert werden.



8. Die Auswirkungen von Fußfehlstellungen am Beispiel eines einseitigen Knick-Senk-Spreizfußes aus Biomechanischer Sicht

Patienten mit Coxalgien, Gonalgien, Menisci- und Kreuzbandläsionen, Achillessehnenruptur etc. entwickeln zwangsläufig eine Schonhaltung, die nach Ausheilung der eigentlichen Verletzung ganz oder teilweise bestehen bleibt, weil die neu erlernten Bewegungsmuster- wie bereits erwähnt- auf Rückenmarksebene gespeichert werden.
Die Störungen, die sich aufgrund eines einseitigen Plattfusses ergeben, sind in der Praxis keine Seltenheit. Aufgrund der Übersichtlichkeit ist hier dieses Geschehen auf die Biomechanik bezogen vereinfacht dargestellt.

Flacht das Fußgewölbe einseitig ab, entsteht zuerst ein vermehrte Vorfußbelastung, der Calcaneus (das Fersenbein kippt nach vorne), der ihm aufsitzende Talus folgt der Bewegung und dreht sich aufgrund seiner Artikulationsfläche nach innen. Die Beinlänge verkürzt sich dadurch funktionell. Der Fuß wird länger, der Schuh zu klein. Die Stabilität im Sprunggelenk verringert sich, es besteht eine erhöhte Verletzunggefahr (Verstauchung). Da der Talus funktionell zum Unterschenkel zählt, dreht sich ebenfalls die Tibia (einer der Unterschenkelknochen) ebenfalls nach innen. Durch entstehende Spannungsverhältnisse im Kniegelenk (auch hier kommt es zu schleichenden Läsionen) folgt der Oberschenkel der Innenrotation des Unterschenkelknochens mit gleichzeitig nach hinten verlagertem Oberschenkelkopf in der der Gelenkpfanne.
Dadurch rotiert das Ilium (Darmbein) nach vorne, das Kreuzbein folgt der Rotation in eine Torsion. Die veränderten Druckverhälnisse im Iliosacralgelenk führen zu Schmerzen (Häufige Fehldiagnose: Bahnscheibenvorfall).
Die lumbale Wirbelsäule muss der dem Sakrum entsprechend der Rotationsachse folgen, es entsteht eine Verlagerung der lumbalen lordose (Hohlkreuz) mit Rechtskonvexität und Linksrotation und einer kompensatorische Gegennutation ab dem 3. Lendenwirbel (Skoliotische Fehlhaltung). Die autochtone Rückenmuskulatur versucht die Fehlstellung auszugleichen, es entsteht ein muskuläres Ungleichgewicht mit Verkürzungen, hypertonen und hypotonen Spannungsverhältnissen. Rückenschmerzen sind die Folge.
Die Brust- und Halswirbelsäule kompensieren die Seitenneigung und Rotation zur Sicherung der Augen-Ohren-Horizontalen. Auch hier wieder ein Kompensationsversuch der Muskulatur Chronische Nackenverspannungen, Kopfschmerzen und Dysfunktionen im Kiefergelenk (z.B. Fehlbisse) auftreten.
Die Liste ließe sich beliebig weiterführen. Prinzipiell können in jeder Körperregion Störungen jedweder Art auftreten.



9. Anwendungsgebiete der Podo-Orthesiologischen Einlege-Sohle

Indikationen wurden eben bereits genannt. Häufig beobachtete Folgen von Fußfehlstellungen können sein:
Bandscheibenprobleme, Beckenschiefstand, Beinlängendifferenzen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen im Rückenbereich, Skoliosen, schmerzhafte Schulter- und Nackenverspannungen, Kiefergelenkfehlstellungen (Cranio-mandibuläre Dysfunktionen= CMD), Knie- und Hüftarthrosen, Instabilität der Sprung- und Knieglenke, Halux Valgus, Schmerzen im Vorfuß (Morton- Neuralgie), Fersensporn, erhöhte Krampfneigung, etc.


10. Ablauf einer Untersuchung

Nach der Anamnese und der klinischen Funktiosdiagnostik des Bewegungsapparates fertigt der Therapeut mithilfe eines Stempelkissens (Podograf) einen dynamischen (im gehen) Fußabdruck des Patienten in Form eines Blaudruckes an.

1. Der Patient stellt sich auf einen Spiegelkasten (Podoskop). Die statische Fußbelastung wird beurteilt, im Anschluss werden die Spannungsverhältnisse der Bein- Hüft- Rücken- und Nackenmuskulatur palpiert.
 

2. Einige weitere Funktionstest erfolgen auf dem Podoskop, unter anderem wird die Stellung des Beckens und Beinlänge beurteilt.
 

3. Kleine, 1-2 mm dicke Korkplättchen werden nun unter den Muskelbäuchen und Sehnenansätzen der Fußmuskulatur positioniert. Sie beeinflussen die Propriozeptoren (Muskelspindeln, Golgi-Sehenapparat) der statischen Fußmuskulatur. Der Körper reagiert nun innerhalb von Sekunden über ein neuronales Feedback direkt über Muskelketten von den Füßen bis zum Kopf. Der Patient spürt dies in Form von Schwankungen. Nicht selten verbessert sich schon während der Anpassung der Sohlen auf dem Podoskop das subjektive Haltungsempfinden. Der Patient registriert sofort eine körperliche Veränderung.
 

4. Auf dem vorher angefertigtem Blaudruck werden nun die in der Untersuchung benötigten Korkunterlagerungen eingezeichnet und an den Sohlenhersteller verschickt. Ca. eine Woche später erhält der Patient seine Sohlen.


11. Die Kosten

Die Kosten schwanken regional sehr stark. Die Kosten liegen für die Podo- Orthesiologische Untersuchung und dem anfertigen der Sohlen zwischen 70 und 200€, je nachdem wie umfangreich die Untersuchung abläuft, ob zusätzliche technische Gerätschaften eingesetzt werden und ob es sich um Spezialanfertigungen wie Sportsohlen oder Einlegesohlen für Diabetiker handelt, die einen höheren Aufwand in der Anfertigung verlangen.


12. Was der Patient tun kann

Die Behandlung mit Podo-Orthesiologischen Sohlen ist nur dann erfolgreich, wenn der Patient die Sohlen täglich in den Schuhen trägt. Das gilt sowohl für Sportschuhe, Businessschuhe oder Hausschuhe.
Sobald sich die Beschwerden nicht mehr auftreten, kann der Patient in Rücksprache mit seinem Therapeuten auf das Tragen der Sohlen verzichten.
In schwierigen Fällen sollte der Patient ein gezieltes Muskelaufbautraining durchführen, sowie ein Dehnungsprogramm für zu hause erlernen.

Zum Schluss
Wenn sie mehr über den Autor dieses Artikels, Heilpraktiker und Osteopath Thomas Wiegleb erfahren möchten, verweise ich auf die Seite von Thomas Wiegleb, Praxis für Osteopathie und Kinderosteopahtie in Hamburg-Sasel.